Geschichte

Nach einem Großbrand dreier Gehöfte in Unterpramau 1894 gründeten Mitglieder der Pramauer Zeche die Freiwillige Feuerwehr Pramau. Zu Beginn wurden die Brände nur mit Eimern bekämpft, die erste Handruckspritze bedienten acht Mann. Ein von Pferden gezogener Zweiachswagen mit Schlauchhaspelanhänger diente als Löschfahrzeug. Ein Hornist rief damals die Wehrmänner zum Einsatz. Der Bauer, bei dem sich die sogenannte Einspanntafel befand, musste zwei Pferde als Gespann zur Verfügung stellen. In den Ortschaften Oberpramau, Inding und Igling gab jeweils noch eine Vorspanntafel. Hier wurden dann noch zwei weitere Pferde vorgespannt. Die beiden Tafeln wurden nach jedem Brand zum nächsten Bauern weitergegeben. Am 27. April 1921 wurde die FF Pramau unter Wehrführer Matthias Part auch im Vereinsregister eingetragen. Im Jahre 1924 wurde zur 30 Jahr-Feier auch ein Mannschaftsfoto (28 Mitglieder mit Fahne) angefertigt.

Am 28.9.1935 wurde unter Wehrführer Matthias Part die erste Motorspritze R 25 um 3.200,– Schilling angekauft. Bei der Sammlung wurde neben Geldspenden in Höhe von 2.676,– Schilling auch 2000 kg Weizen gespendet.

Nach dem Anschluss Österreichs an Deutschland war die FF Pramau von 1938 bis 1951 ein Löschzug der FF Taufkirchen. 1951 begann man mit dem Bau eines neuen Feuerwehrhauses.

In Pramau wurde am 5. Dezember 1950 die erste elektrische Sirene, Type „FS 4“ der Gemeinde Taufkirchen montiert und ein motorisiertes Löschfahrzeug in den Dienst gestellt.

Es handelte sich um einen offenen Kastenwagen, Marke Steyr 1500, Baujahr 1945. Aufgrund des hohen Benzinverbrauches rüstete man sehr bald auf einen Tragkraftspritzenanhänger um.

Ebenfalls im Jahre 1951 wurde eine neue Motorspritze Type R 75 um 13.212,– Schilling angekauft und die alte R 25 um 5.000,– zurückgetauscht.

Im Jahre 1970 wurde eine neue Motorspritze, Type VW Automatic 75 angekauft und bei einem großen Fest am 13.9.1970 in Inding in den Dienst gestellt.

Durch den Einbau einer Sirenenfunkfernsteuerung im Dezember 1983 konnte die FF Pramau jetzt über Funk alarmiert werden.

Nach dem Ausscheiden des Tragkraftspritzenanhängers wurde  ein neues Kleinlöschfahrzeug VW LT 35 angekauft und am 15.12.1983 in den Dienst gestellt. Die Segnung des neuen Fahrzeuges wurde am 25. Und 26. August 1984 mit einem 90-jährigem Gründungsjubiläum verbunden, an dem 29 Feuerwehren und sechs Musikkapellen teilnahmen.

1992 bis 1995 wurde das jetzige neue Feuerwehrhaus mit 5300 freiwilligen Arbeitsstunden und erheblichen finanziellen Eigenleistungen der Feuerwehr gebaut.

Vom 9. Bis 11. Juni 1995 wurde das 100-jährige Gründungsfest gefeiert, verbunden mit der Segnung des neuen Feuerwehrhauses. Es nahmen 24 Feuerwehren, drei Musikkapellen  und zahlreiche Ehrengäste an diesem Fest teil.

Da die alte Tragkraftspritze nach 28 Dienstjahren schon sehr reparaturbedürftig  war, wurde im Jahre 1998 eine neue Tragkraftspritze Rosenbauer BMW Type „Fox“ TS 12 angekauft.

Da im Einzugsbereich der FF Pramau auch ein Teilbereich der Bahnstrecke Neumarkt-Passau liegt, wurden von den ÖBB kostenlos hydraulische Bergungsgeräte Type Weber (Schere S 180 u. Spreitzer SP 40) zur Verfügung gestellt und am 19.3.1999 im LFK der Feuerwehr übergeben. Da für den Betrieb der Bergegeräte auch ein Stromerzeuger notwendig ist, wurde am 7.5.1999 von der Fa. Rosenbauer ein Stromerzeuger 11 kvA um öS 60.000,– angekauft und zur Gänze von der Feuerwehr finanziert.

Die Segnung dieser neuen Geräte wurde bei einem Fest vom 11. bis 13. Juni 1999 vorgenommen; gleichzeitig wurde das 105-jährige Gründungsjubiläum gefeiert.

Für das 120-jährige Gründungsjubiläum 2014 ist die Anschaffung eines neuen Kleinlöschfahrzeuges vorgesehen.